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Geschichte

Altendorf erscheint als «Rahprehteswilare» erstmals am 14. August 972 in einer Urkunde Kaiser Ottos II., in welcher dem Kloster Einsiedeln Güter bestätigt werden. Der Name bedeutet Weiler oder Dorf des Raprecht und dürfte auf eine Gründung durch einen Alemannen dieses Namens im 7. oder 8. Jahrhundert zurückgehen. Nach der Gründung der heutigen Stadt Rapperswil anfangs des 13. Jahrhunderts wurde der Ort mit der Kirche des Hl. Michael «vetus villa Rapperswile» und die Burg «die vestize der alten Rapreswile» genannt, um die Mitte des 15. Jahrhunderts erstmals mit dem deutschen Namen «zu dem alten Dorfe», woraus die Bezeichnung «Altendorf» entstand.
Eine frühe Besiedlung schon zu römischer Zeit kann seit den Grabungen bei der Pfarrkirche (1960/1961) angenommen werden, wo in angeschwemmten, vielleicht von einem römischen Gutshofe herrührenden Schichten neben Tonscherben des 1. - 3. Jahrhunderts n. Chr. auch fünf römische Münzen (aus der Zeit von 14 bis 138 n. Chr.) und eine gallische Münze (Sequani Billon aus dem 3. oder 2. Jahrhundert v. Chr.) zum Vorschein kamen.
Das Gebiet von Altendorf gehörte zuerst zur Grosspfarrei Ufenau. Als selbständige, den Herren von Rapperswil gehörende Pfarrkirche ist sie erst 1275 nachgewiesen. Von der Pfarrei Altendorf trennte sich 1520 Lachen als eigene Pfarrei ab.

  • 972 In einer Schenkungsurkunde, die Kaiser Otto II. dem Kloster Einsiedeln machte, wird der Name Raprehtswilare erstmals urkunlich erwähnt.
  • 1220 Rudolf III. von Rapperswil gründet Burg und Städtchen Neu-Rapperswil.
  • 1229 Die Stadt Rapperswil wird, als damals bereits bestehende Siedlung, erstmals in einer Urkunde erwähnt.
  • 1350 Alt-Rapperswil (Altendorf) wird von den Zürchern unter Führung von Bürgermeister Brun zerstört. Dies als Antwort auf den Überfall auf Zürich 1350, bei dem auch Graf Johann von Rapperswil beteiligt gewesen war.
  • um 1405 Die mittlere March (rechts der Wägitaler Aa) wird von den Appenzellern erobert. Der Markt wird von Alt-Rapperswil nach Lachen verlegt.
  • 1424 Die March kommt als Lehen an Ital von Reding, Schwyz.
  • 1449 In einer Urkunde des Klosters Einsiedeln wird nun der Name Altendorf erstmals erwähnt. Vorher las man immer Alt-Rapperswil.
  • 1462 Bau der St.-Michaels-Kirche. Vor dieser Kirche muss Altendorf schon zwei andere Kirchen besessen haben, da man von einer Kirche Überreste fand und von der zweiten Kirche den Turm beim Neubau verwenden konnte.
  • 1476 Das Schiff der zerstörten St.-Johanns-Kapelle wird neu aufgebaut; am 12. August 1476 werden die beiden Seitenaltäre des Schiffes eingeweiht.
  • 1520 Lachen macht sich von der Mutterkirche frei und gründet eine eigene Pfarrei.
  • 1704 Katastrophaler Erdrutsch an der Berghalde. Fünf Menschen werden begraben. Diese Gegend nennt sich heute noch «Schlipf».
  • 1793 Die St. Michaels-Kirche von 1462 - 1464 wird einer Renovation unterzogen
  • 1833 Der «Kanton Schwyz Äusseres Land» wird am 9. April von der Tagsatzung einstweilen anerkannt. Altendorf zählt 1286 Einwohner.
  • 1840 Im Herbst wird das neue Schulhaus bezogen, da die Räumlichkeiten im Gemeindeschulhaus «Schwanen» nicht mehr genügen.
  • 1848 Die Kantonsstrasse wird in der heute noch bestehenden Linienführung erbaut.
  • 1861 Am 1. Mai wird die erste Poststelle, als Ablage, eröffnet.
  • 1875 Bau der Nord-Ost-Schweizerischen Bahn. Die Strecke durch Altendorf stand unter der Leitung von Ingenieur Bösch.
  • 1883 Dank zwei Privatspenden kann das «Bürgerheim» erworben weden. Damals war es nicht das Bürgerheim, sondern ein Haus für Arme, Waisen und alte Leute.
  • 1890 Am 27. Juli werden die Verträge zur Renovation der St. Johanns-Kapelle genehmigt.
  • 1907 Am 3. September wird das erste Telefon dem Betrieb übergeben. Die Post war die glückliche Besitzerin.
  • 1918 Der erste Zug macht in Altendorf Halt.
  • 1934 Eröffnung der neuen Bergschule Altendorf, erstmals mit zwei Lehrschwestern.
  • 1937 Nach fünfjähriger Bauzeit wird das Etzelwerk dem Betrieb übergeben.
  • 1940 Das Schulhaus in der Pfarrwiese kann eingeweiht werden.
  • 1950 Altendorf zählt 2079 Einwohner.
  • 1960 Die Pfarrkirche wird renoviert. Dabei findet man eine «Sequani» Billon, eine Münze aus dem 3. oder 2. Jahrhundert v. Chr.
  • 1970 Die Firma CSC beginnt mit dem Bau der Autobahn N3 mitten durch unser Dorf.
  • 1972 1000 Jahre Altendorf. Es werden 2600 Einwohner gezählt.
  • 1973 Eröffnung der Autobahn N3 durch Altendorf
  • 1974 Der 18. Mai wird als grosser Tag in der Geschichte von Altendorf eingehen. Nach jahrelangen Bemühungen sind die Bauarbeiten für die neue Schul- und Turnanlage abgeschlossen.
  • 1983 Am 12. Juni war der lang ersehnte Tag in Altendorf: Einweihung des Alterswohnheimes «Engelhof».
  • 1988 Einweihung des Dorfzentrums, das mit einer Grundstücksfläche von 3850 m² den eigentlichen Dorfkern markiert. Es besteht aus Verwaltungstrakt, Vereinstrakt und dem Doppelkindergarten.
  • 1998 Am 27. September genehmigte das Stimmvolk das Jahrhundert-Projekt N3-Überdachung in Altendorf. 
  • 1998 Mit einem Festwochenende wird die Mehrzweckhalle eingeweiht, auf die Altendorf mit Recht stolz sein darf.
  • 2002 Abschluss der Bauarbeiten für die Überdeckung der Autobahn A3.
  • 2005 Im Frühjahr Beendigung der Renovationsarbeiten am Breitenhof.
  • 2007 Einweihung der Erweiterung der Schulanlage Burggasse.
  • 2012 Feier 1040 Jahre Altendorf.